Warum Hunde mit Papieren vom VDH ???


 

 

Hier möchte ich versuchen aufzuklären wie der Kaufpreis zustande kommt und warum Welpen vom VDH teurer sind als die so oft angebotenden Billigwelpen ohne Papiere  im Internet oder auf Märkten . 

 

Ganz am Anfang steht die Mitgliedschaft in einem des VDH angehörigen Zuchtverbandes .Wir haben uns für den Cocker Club Deutschland entschieden ( es gibt noch 3 weitere für die Spanielrassen ) .

Jeder Club hat strenge Satzungen zur Haltung und Zucht von Hunden , diese muss man erfüllen . Wenn der Zwingername beantragt und auch bewilligt wurde , kommt der zuständige Zuchtwart und kontrolliert die Haltungs;- und auch Zuchtbedingungen . Zusätzlich wird jeder Wurf noch mal einzeln vom Zuchtwart kontrolliert und auch abgenommen (z.B Gesundheitsuntersuchungen, Sozialisierung der Welpen, Impfungen, Wurmkuren ) . Gibt es Beanstandungen kann es zu einer Zuchtsperre oder einen sofortigen Ausschluß aus dem Club kommen .

Im Vorfeld muss jeder Englisch Cocker Spaniel  bevor er zur Zucht zugelassen wird ,einige Untersuchungen über sich ergehen lassen .

(Die Gesundheitsuntersuchungen auf HD, jährliche Augenuntersuchungen bei einen Augentierfacharzt , DNA/PRA sowie DNA/FN Bluttest in anerkannten europäischen Laboren). Wenn diese Hürden alle erfolgreich genommen wurden kommt noch die Zuchttauglichkeitsprüfung , dort wird von einem anerkannten Richter bewertet ob der Hund dem Standard entspricht ( auch das Wesen  fliesst in die Bewertung ein )  .

Zusätzlich müssen einige Anschaffungen gemacht werden , damit die Welpen einen bestmöglichsten Start ins Leben haben und gut sozialisiert aufwachsen können ( z.B.Wurkiste , Aufzuchtlampe ,Welpenauslauf ,Spielzeug ,Heizmatte,

Vetbetten für die Wurfkiste und und und ... ) .

Wenn man dann soweit ist kommt die Wahl des Deckrüdens :

Die Deckgebühren (meist ab 650 € - nach oben sind keine Grenzen gesetzt), die Fahrtkosten zum Deckrüden (da kommen schnell viele Kilometer zusammen), die Übernachtungs- und Verpflegungskosten während des Deckens (man deckt meist zweimal mit einem Tag Pause, das sind mindestens 3 Übernachtungen). 

 

Vor dem Decken kommen dann noch die nötigen Untersuchungen der Hündin(Progesterontest  ,Bakterienabstrich).

 

Nach dem Decken wird um den 28 Tag eine Ultraschall Untersuchung beim Ta gemacht , die Hündin wird hochwertiger gefüttert ( Futterzusätze ,Geburstvorbereitungsmischung ... ) und auch wird mehr gefüttert .Hier trägt man auch das Risko das die Hündin nicht aufgenommen hat und das Decken nicht erfolgreich war .

 

 

Zu den ganzen Kosten vor dem Decken , während der Trächtigkeit und der Aufzucht der Welpen kommt auch noch der Lohnausfall . Ich gehe in der ganzen Zeit nicht arbeiten , damit ich mich bestmöglichst um die Hündin und die Welpen kümmern kann . Auch verbraucht man mehr Wasser ,Strom und auch Gas , da die Waschmaschine/Trockner viel im Einsatz ist und auch das Welpenzimmer gut geheizt werden muss . Zusätzlich trägt man auch das Risiko das während der Trächtigkeit ,Geburt komplikationen auftreten können - die Ta versorgt werden müssen . Dazu kommen noch die regelmäßigen Entwurmungen und das Impfen der Welpen .

 

Hier nur mal eine Übersicht über die Kosten :

 

- Mitgliedsbeitrag im Zuchtverband

- Beantragung des Zwingernamens

 

- Tierarztkosten

- Gesundheitsuntersuchungen der Zuchttiere

- Zuchttauglichkeitsprüfung und Meldegelder für Ausstellungen

- Fahrtkosten

- Deckgebühren 

- Zwingerabnahme /Wurfabnahme

- Ausstattung für das Welpenzimmer

- Hundefutter und Zusätze, Pflegezubehör , Hundekissen .....

- Aufzucht der Welpen (der Zeitaufwand um die Welpen bestens   zu prägen ist nicht mit angerechnet)

-Tierarztkosten wenn während der Trächtigkeit /Geburt    Probleme auftreten 

- Hausbesuche des Ta 

- besondere Ernährung der Mutterhündin /Welpen 

- Ahnentafeln 

- Telefongebühren, Inserate in Zeitungen ......

- das Welpenpaket das man den zukünftigen Besitzern mitgibt 

- das kostenlose erste Trimmen 

- die Erstellung einer Welpenmappe

- die eventuellen Besuche bei den neuen Besitzern , da man        diesen eine Leben lang mit Rat und Tat zur Seite steht 

- und und und ........

 

 

Mit viel Glück schafft man eine „Kostendeckung“ meist ist es nicht so. Die Ausgaben sind in der Regel höher als die Einnahmen (die Durchschnittswurfstärke liegt beim Cocker bei 4-6 Welpen )

In Fachkreisen gelten 800 - 900 € im Durchschnitt für einen Welpen als gerade "kostendeckend", unter Berücksichtigung aller Anforderungen des Tierschutzes, der hundegerechten Haltung und bemühungen des Züchters .

Wir sind nicht auf Gewinn aus sondern möchten aus liebe zu der Rasse diese Züchten.Wenn sie noch fragen zu dem Thema haben dann nehmen sie doch Kontakt mit uns auf klick hier  . Ich beantworte gerne weitere fragen .

Da ich während der kompletten Welpenzeit nicht arbeite , da ich der Meinung bin  das die Welpenaufzucht eine 24 Std Aufgabe ist , kommt zu den oben genannten Kosten bei uns auch noch mein Lohnausfall dazu ( ich versuche immer alles mit Überstunden und Urlaub abzudecken , aber der Rest ist dann unbezahlter "Urlaub" - ich habe einen tollen Chef der mir das ermöglicht ) . 

 

 

 


Hier mal ein Link zum Thema Handel mit Biiligwelpen klick